Konzertierte Aktion gegen frei zugängliche Noten und Songtexte

Nach dem Willen der Vereinigung der US-Musikverlage sollen künftig Partituren und Songtexte im Internet nicht mehr frei zugänglich sein. Dazu will die Music Publishers Association im kommenden Jahr eine erste Rechtskampagne gegen Webseiten mit derartigen Angeboten starten. MPA-Präsident Lauren Keiser zeigte sich gegenüber der BBC äußerst verärgert über die seiner Ansicht nach illegalen Seiten mit Gitarren-Licks und Notenvorlagen und sähe deren Betreiber vorzugsweise hinter Gittern. Grundsätzlich unterliegt Musik nicht nur als konkrete Aufführung, sondern auch in jedweder gedruckter Notation dem Urheberrecht.

Diverse Musikverlage liefern sich seit Jahren Gefechte mit Betreibern derartiger Angebote, raufen sich aber erst jetzt zu einer koordinierten Aktion zusammen. Mit PearLyrics hat bereits eine Internet-Suchmaschine für Songtexte gegen den Musikverlag Warner Chappel den kürzeren gezogen und ihre Pforten schließen müssen. Der MPA-Chef jammerte, dass nach der Erfindung der Fotokopierer das Internet im Begriff sei, die Notenverkäufe noch weit stärker sinken zu lassen. Hier müsse man daher frühzeitig gegensteuern

http://heise.de/newsticker/meldung/67204

dazu comments aus dem heiseforum:

Ich habs schon immer gesagt, die Gitarrenspieler sind schuld am
Untergang der Musikindustrie. Mit ihrer schamlosen Art Noten aus dem
Netz zu ziehen und dann bei illegalen Zusammenkünften diese auch noch
vorzutragen und anderen Leuten klarzustellen, dass man bei Musik auch
Spass haben kann ist nicht mehr zu ertragen. Ein Verbot aller
Musikinstrumente aber insbesodnere der Gitarre soll laut Vertretern
der Musikindustrie allein in Europa mehr als 100 Millionen € in die
bereits maroden Kassen der Industrie spülen.

.....
Ja so ist die Musikindustrie.
15 Euro für eine CD verlangen, deren inhaltsleeres Booklet gerade mal
2 Seiten hat und dann die Leute mit Interesse an den Texten zwingen,
sich nochmal für den gleichen Preis das Songbook zum Album zu kaufen,
um an die Texte heranzukommen.
Ach wie schön sind die Auswüchse der "Freien Marktwirtschaft".
Erst wenn der letzte Kunde kriminalisiert ist werdet auch ihr
feststellen, dass wir im Knast nicht genug Geld für CDs und Textbooks
verdienen.

....
Die fünf Sterbephasen ...
heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=9431725&forum_id=89178
....

Die Gedanken sind frei

Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten
sie fliegen vorbei, wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen.
Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei!

Ich denk' was ich will und was mich beglückt,
doch alles in der Still', und wie es sich schicket.
Mein Wunsch, mein Begehren kann niemand verwehren,
es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei!

Ich liebe den Wein, mein Mädchen vor allen,
sie tut mir allein am besten gefallen.
Ich bin nicht alleine bei meinem Glas Weine,
mein Mädchen dabei: Die Gedanken sind frei!

Und sperrt man mich ein in finstere Kerker,
das alles, das sind vergebliche Werke.
Denn meine Gedanken zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei, die Gedanken sind frei!

Drum will ich auf immer den Sorgen entsagen
und will mich auch nimmer mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen stetz lachen und scherzen
und denken dabei: Die Gedanken sind frei!

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Das Lied ist copyrightfrei liebe Abmahnanwälte/Multimediakonzerne (anders siehts bei "happy birthday" aus - laßt euch beim singen nicht erwischen!!)

Diese Alte Volksweise tauchte zwischen 1780 und 1800 zum ersten Mal auf Flugblättern auf. Das Lied handelt von dem Recht auf Meinungsfreiheit. Urheber/Autor unbekannt. Vor der bürgerlichen Revolution 1848 wurde es auf die Liste der verbotenen Lieder gesetzt.