SPIEGEL ONLINE - 25. Mai 2007, 12:53
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DURCHSUCHUNGEN UND FESTNAHMEN

Polizeiaktion gegen Tauschbörse

Ein Computerspiel wurden den Betreibern des Tauschnetzwerks zum Verhängnis. Weil sie den Titel schon vor der offiziellen Markteinführung verteilten, wurden Urheberechtsschützer auf sie aufmerksam. Nun drohen dem Chef der Bande eine Anklage und Schadenersatzforderungen.

Esslingen - Mit einer bundesweiten Durchsuchungsaktion ist die Polizei gegen eine Internet-Tauschbörse für Kinofilme und Computerspiele vorgegangen. Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Polizeidirektion Esslingen am Freitag mitteilten, wurden insgesamt sieben Wohnungen und vier Firmen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Sachsen-Anhalt und Thüringen durchsucht.

Hauptverdächtiger ist ein 38-Jähriger aus Oberboihingen bei Esslingen. Er soll bereits zuvor wegen ähnlicher Delikte in Verdacht geraten sein und stand nun erneut unter dringendem Verdacht.

Die Ermittler werfen dem 38-Jährigen vor, gemeinsam mit anderen Personen eine Vielzahl von Kinofilmen und Computerspielen illegal im Internet verbreitet zu haben. Hierfür sollen die Verdächtigen unabhängig voneinander bei verschiedenen Firmen Rechner mit großen Speicherkapazitäten und hohen Uploadgeschwindigkeiten angemietet haben.

Anlass für die Polizeiaktion war ein Hinweis der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberverletzungen (GVU). Diese hatte festgestellt, dass ein geschütztes Computerspiel vor der offiziellen Markteinführung im Internet angeboten wurde. Den Verdächtigen drohen nun Anklagen wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht sowie Schadensersatzforderungen der Rechteinhaber.

mak/ddp/dpa


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LOKALES

Schlag gegen Internet-Tauschbörse

26.05.2007 http://www.teckbote.de/region/lokales/Artikel1105000.cfm

URHEBERRECHT / 38-Jähriger aus Oberboihingen hat Filme und Computerspiele illegal verbreitet

Einen empfindlichen Schlag gegen eine Internet-Tauschbörse für Kinofilme und Computerspiele haben Polizei und Staatsanwaltschaft in dieser Woche gelandet. Die bundesweiten Durchsuchungsaktionen führten zu einem

38-Jährigen aus Oberboihingen.

OBERBOIHINGEN Unter Beteiligung einer Vielzahl von Polizeidienststellen wurden am vergangenen Dienstag zeitgleich zehn Objekte in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Sachsen-Anhalt und Thüringen durchsucht. Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberverletzungen (GVU) hatte festgestellt, dass ein urheberrechtlich geschütztes Computerspiel vor der offiziellen Markteinführung im Internet angeboten wurde.

Die daraufhin seit März betriebenen umfangreichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Arbeitsbereiches Umwelt und Gewerbe der Polizeidirektion Esslingen, führten schließlich zu einem 38-Jährigen aus Oberboihingen. Der Mann war bereits einmal wegen ähnlicher Delikte in Verdacht geraten und stand nun erneut unter dringendem Verdacht, illegal urheberrechtlich geschützte Produkte im Internet angeboten zu haben.

Die weiteren Recherchen ergaben, dass der Oberboihinger und weitere Personen über ein sogenanntes "Bittorrent-Netzwerk" eine Vielzahl von Kinofilmen und Computerspielen verbreitet hatten. Zu diesem Zweck hatten die Verdächtigen offensichtlich unabhängig voneinander bei verschiedenen Firmen Rechner mit großen Speicherkapazitäten und hohen Uploadgeschwindigkeiten angemietet.

Aufgrund dieser Erkenntnisse erließ das Amtsgericht Stuttgart Beschlüsse zur Durchsuchung der Wohnungen der Verdächtigen, und die Polizei durchsuchte am Dienstag zeitgleich mit Unterstützung der Polizeidienststellen an den jeweiligen Orten sieben Wohnungen und vier Firmen in sechs Bundesländern. Dabei fanden die Ermittler in allen Objekten umfangreiches Datenmaterial, das zusammen mit den verwendeten Computeranlagen beschlagnahmt wurde. Die Ermittlungen und vor allem die Auswertungen des Datenmaterials wird noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Danach müssen die Tatverdächtigen aber mit einer Anklage wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht und außerdem mit Schadensersatzforderungen der Rechteinhaber rechnen.

lp