news24.01.2006 11:40

Großrazzia gegen Raubkopierer

Bei einer groß angelegten Ermittlungsaktion gegen die Raubkopiererszene ist offenbar auch die von der Film- und Softwareindustrie beauftragte Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU[1]) ins Visier der Strafverfolger geraten. Am heutigen Vormittag um 10 Uhr griffen Polizeibeamte an mehr als 200 Orten in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Polen und Tschechien gleichzeitig zu. Sie durchsuchten Privat- und Geschäftsräume, darunter auch die Hamburger Büros der GVU.

Nach Informationen von heise online wurden bundesweit mehr als 20 Server beschlagnahmt, über die per FTP/FXP raubkopierte Filme verbreitet worden sein sollen. Der Aktion gingen monatelange Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Ellwangen sowie des Landeskriminalamts Baden-Württemberg voraus. Welche Gründe zur Durchsuchung bei der GVU geführt haben, teilten die Ermittler bisher nicht mit. Die Redaktion hat die GVU gebeten, zu vorliegenden Hintergrundinformationen Stellung zu beziehen.

(hob[2]/c't) (hob/c't)

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  [1] http://www.gvu.de
  [2] mailto:hob@ct.heise.de


24. Januar 2006 12:09

Sauber! Mein Tipp an die Behörden hat also doch geholfen!!

Hannes_Blank (mehr als 1000 Beiträge seit 1.7.04)

heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=9717451&forum_id=91211

 

Im April verpfiff ich die GVU auf Grund ihrer enormen Warez-Sammlung

bei den Behörden, nicht zuletzt weil sie so mit ihrer tonnenschweren

Warez-Sammlung auf ihrer Seite prahlte!

 

heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=7854247&forum_id=77461

 

Offensichtlich hat die Reaktion eine Weile auf sich warten

lassen....aber naja...letztendlich gewinnt doch der Rechtsstaat

 

> Am heutigen Vormittag um 10 Uhr griffen Polizeibeamte an mehr als 200 Orten....

> darunter auch die Hamburger Büros der GVU.

 

MfG
 

21. April 2005 21:35

Szene-Tipp an die Behörden! Hab nen riesen Warez-Lager entdeckt!

Hannes_Blank

heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=7854247&forum_id=77461

 

Beweisfoto:

gvu.de/de/presse/img/download/gvu_asservatenkammer_p.jpg

 

Betreiber dieses Lagers ist eine Group, die seit längerem unter dem

Namen GVU aktiv ist und sogar mit der reichhaltigen Bestückung an

"Raub"kopien ihres Lagers und mit dem beachtlichem Umschlag dieser

Sachen protzt.

 

zitat:

30-50 t Datenträger, alle 5-6 Wochen ein mal "umgeschlagen"

 

hier die Adresse dieses Warez-Lagers dieser Gruppierung:

 

Bramfelder Straße 102a

22305 Hamburg

 

Bitte nennen Sie Ihre Quelle nicht, sonst gibts nie wieder nen Tipp

von mir. Danke!

 

MfG


news24.01.2006 14:59

GVU soll Raubkopierer gesponsort haben

Bei der heutigen großen Durchsuchungsaktion gegen die Raubkopierer-Szene[1] stand ausgerechnet die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU[2]) mit im Visier. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen verdächtigt die private Fahndungsorganisation der Film- und Softwareindustrie, die Verbreitung so genannter Warez aktiv unterstützt zu haben. Ermittlungsbeamte des Landeskriminalamts Baden-Württemberg durchsuchten am heutigen Dienstag die Hamburger Geschäftsräume der Gesellschaft und die Wohnung eines hochrangigen Mitarbeiters.

Nach gemeinsamen Recherchen des Computermagazins c't und des News-Portals onlinekosten.de weisen Indizien darauf hin, dass die GVU bei ihren Ermittlungen gegen Raubkopierer die Grenzen des Erlaubten überschritten hat. Die Redaktionen erhielten bereits vor geraumer Zeit Hinweise eines GVU-nahen Informanten, die mittlerweile von einer zweiten Quelle bestätigt wurden. Danach soll die GVU mindestens einen Administrator eines zentralen Austausch-Servers der Warez-Szene regelmäßig bezahlt haben. Auf diese Weise sei sie an Log-Dateien und damit an Zugriffs-IP-Adressen dieser so genannten "Box" gekommen. Zudem soll sie Hardware zur Ausrüstung der Plattform beigesteuert haben.

Der Server stand in einem Frankfurter Rechenzentrum und hieß in der Szene IOH. Er wurde heute von der Polizei beschlagnahmt. In einer Pressemitteilung zur Razzia betonte die GVU heute selbst, dass genau dieser Server neben einem weiteren "zur massenhaften Verbreitung von Raubkopien im Internet" gedient habe.

Mehrere Release-Gruppen hatten monatelang nagelneue Film-Raubkopien von ihren eigenen Servern via File Exchange Protocol (FXP) auf IOH kopiert, um sie zwecks schnellerer Verbreitung zugänglich zu machen. Von so genannten Flash-Servern wie IOH gelangen die Dateien beispielsweise auch zu Betreibern von Pay-Servern, wo sie gegen Bezahlung von Konsumenten heruntergeladen werden können. Außerdem dienen die Server als Quelle zur Einspeisung in Tauschbörsen.

Neben vielen Raubkopierern soll auch die GVU Zugriff auf IOH gehabt haben. Folglich könnten die Privatermittler großes Interesse daran gehabt haben, dass der "Honeypot" durch gute Internet-Anbindung und leistungsfähige Hardware attraktiv blieb. Sollte es zutreffen, dass die GVU die Infrastruktur der Raubkopierer mitfinanziert hat, würde dies einen Verdacht auf eine strafrechtlich relevante Beihilfe zur Verbreitung von Warez-Material begründen.

Genau diesen Verdacht hegt offenbar die Staatsanwaltschaft Ellwangen. Allem Anschein nach möchte sie durch die heutige Beschlagnahme von Akten der GVU herausbekommen, ob diese sich tatsächlich derartig fragwürdiger Ermittlungsmethoden bediente. Die Staatsanwälte werden auch zu klären haben, ob die GVU-Geschäftsführung und die Mitglieder, hauptsächlich große Unternehmen aus der Film- und Software-Industrie, von den mutmaßlichen Vorgängen Kenntnis hatten. Die Rechercheergebnisse von c't und onlinekosten.de deuten darauf hin, dass zumindest ein Mitglied der GVU-Geschäftsführung, die ihr Unternehmen auch schon mal als "kleines BKA für Urheberrechtsverletzungen" bezeichnete, darüber informiert war.

In einer Stellungnahme bestätigte die GVU am heutigen Mittag lediglich, dass "auch in der GVU-Zentrale in Hamburg ermittelt wurde". Man vermute, dass "aller Voraussicht nach der Grund darin liegt, die Informationen, die die GVU an die Behörden übergeben hat, zu verifizieren", hieß es. Das erklärt freilich nicht, warum die Staatsanwaltschaft Ellwangen einen richterlichen Durchsuchungsbefehl für jene Organisation benötigte, die nach eigener Darstellung besonders eng und gut mit den Ermittlungsbehörden kooperiert. Einer Bitte um Stellungnahme zu den Rechercheergebnissen von c't kam die GVU bisher nicht nach.

(hob[3]/c't) (hob/c't)

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24. Januar 2006 15:08
Wenn ich das im Bekanntenkreis erzähle
J.Creutzfeld (mehr als 1000 Beiträge seit 31.5.01)

Dann heisst es: "Hast du wieder in diesem Spinnerforum eine
Verschwörungstheorie gelesen. Habt ihr Raubkopierer selber schuld,
wenn Ihr euch nicht an Gesetze haltet. Die Politiker sind ja auch
nicht dumm, wie kannst du so arrogant sein, immer alles besser zu
wissen?"

Und dann: Ach, kannst du mir mal die CD hier kopieren?

http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=9719669&forum_id=91233

24. Januar 2006 15:09
Aber die GVU ist keine "offensichtlich illegale Quelle"!!!
Arghmage (mehr als 1000 Beiträge seit 6.2.02)

Und da nur der Download aus "offensichtlich illegalen Quellen"
strafbar ist, dürfte die GVU damit einfach völlig legal die Filme
verteilt haben...

http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=9719676&forum_id=91233